Günstigen und doch guten Webspace für einen WordPress-Blog auszuwählen ist eine mühsame Sache. Die ganzen “free webspace”-Anbieter machen zu viel Stress, zu viel Layerwerbung oder zu viel Tamtam in ihren Zwangsnewslettern, die man nicht abbestellen kann, und billige Provider schießen entweder wie die Pilze aus dem Boden und verschwinden beinah ebenso schnell wieder.

Sicher, fast jeder Provider hat PHP und MySQL im Angebot – aber ob die installierte Software auch einigermaßen aktuell und damit auch sicher und schnell ist, lässt sich oft nicht mal im Kleingedruckten herausfinden. Selbst die für die Permalinks von WordPress und anderen CMSen nötigen Servererweiterungen wie mod_rewrite oder die freie Einstellung der Apache-Datei .htaccess sind nicht immer freigeschaltet.

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WordPress bei Dreamhost

Seit Oktober 2006 bin ich Webhosting-Kunde bei Dreamhost und betreibe dort Websites auf Basis von WordPress, Textpattern, DokuWiki oder Trac und auch noch ein paar ganz herkömmliche statische HTML-Seiten.

Dreamhost ist ein bemerkenswerter Zwitter im Hostinggeschäft: Einerseits ist Dreamhost der Massenhoster schlechthin mit zur Zeit über 600.000 gehosten Domains, andererseits ist die technische Ausstattung des (einzigen) Pakets beinah so vollständig wie bei einem gut eingerichteten eigenen Managed Server.

“Typisch amerikanisch” sind die Limits des Pakets ziemlich hart an der Grenze zur Flatrate:

  • Unlimitierte MySQL-Datenbanken
  • Unlimitierte Zahl an Websites und Subdomains pro Paket
  • 500 GB Webspace
  • 5,0 TB (Terabyte!) Traffic
  • PHP 4.x und PHP 5.x nach Wahl
  • Python
  • Perl
  • Ruby
  • etc. pp. blablah…

Überbuchung als Geschäftsmodell fürs Webhosting

Klar, dass nicht alle 600.000 Websites auch nur annähernd an diese Limits kommen – nur so kann diese Leistung um ein Handvoll Dollars (genauer gesagt ab 5,95 USD pro Monat) verkauft werden. Mischkalkulation macht’s möglich.

Für mich ist der Vorteil jener: Eine neue Domain einzurichten oder eine neue Open-Source-Anwendung zu testen kostete keine Überlegung: Es ist immer genug Webspace frei, eine zusätzliche Datenbank ist jederzeit auf Knopfdruck einzurichten, am Ende des Monats finde ich keine Rechnung über den Mehrtraffic im Postfach. Dafür nehme ich in Kauf, dass die Rechenleistung natürlich nicht die eines Dedicated Servers ist.

Viermal WordPress, ganz nach Wunsch

Die Installation von WordPress bei Dreamhost dauert entweder zwei Sekunden, eine Minute oder fünf Minuten – es kommt drauf an:

  • Am einfachsten ist die Installation über den “WordPress Easy Mode Installer”: Außer dem gewünschten Domainnamen braucht man selbst nichts zu wissen. Eine WordPress-Standardinstallation mit einigen zusätzlichen sinnvoll gewählten Plugins und Themes wird auf Knopfdruck betriebsbereit eingerichtet. Unkompliziert, aber dafür auch nicht individuell. Am ehesten ist diese Installation mit einem Blog auf WordPress.com plus dem kostenpflichtigen Domain-Feature vergleichbar.
  • “WordPress Advanced Mode Installer”: Nach ein paar sachdienlichen Angaben über die Datenbank, den Benutzernamen und den gewünschten Domainnamen wird WordPress fertig installiert. Ein paar Minuten später trifft im Postfach ein E-Mail mit den Zugangsdaten ein. Diese Installation ist vollkommen individuell mit Themes, Plugins oder Sprachdateien anpassbar.
  • Der “WordPress-5-Minuten-Installer”: Da arbeitet der Webmaster noch selbst, lädt WordPress auf den Webspace und klappert das altbekannte Installationsverfahren aus dem Manual ab.
  • Bonusfeature: Jeder Dreamhost-Account hat über den Shell-Zugang die Möglichkeit, Subversion (svn) zu benutzen. Damit kann man WordPress sozusagen live aus dem Automattic-Repository installieren, entweder aus dem stabilen Zweigen oder bei Bedarf auch tagesaktuell auf dem jüngsten Stand der Entwicklung. Auf diese Weise betreibe ich zum Beispiel meine WordPress-Demo.

WordPress-SEO

Ich denke zwar, dass kaum jemand davon wirklich Vorteile haben wird – aber erwähnen will ich es trotzdem: Von Suchmaschinenoptimierern hört man gelegentlich den Tipp, dass man mehrere untereinander verlinkende Websites auf unterschiedlichen Class-C-Netzen hosten sollte, um damit ein Naheverhältnis zu “verschleiern”. Diese Verteilung passiert bei Dreamhost automatisch, weil es die Menge der dort gehosteten Domains gar nicht anders zulässt – sozusagen SEO-Webspace per Zufall.

Billig! Billig! Noch billiger!

Wie gesagt, diese 500 GB Webspace kosten ab 5,95 US-Dollar je nach Zahlungsperiode. Beim gegenwärtigen Dollarkurs entspricht das rund 4 Euro. Da darf man nicht meckern…

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14. Juli 2008, 15:12 − Abgelegt in

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