Welcher Webdesigner kennt nicht solche Fälle: Ein Kunde hat eine bestehende, etwas in die Jahre gekommen Website, die im Prinzip noch gut genug ist. Aber schön wär’s doch, wenn der Bereich mit den Neuigkeiten aus dem Unternehmen und den Pressemeldungen etwas einfacher zu verändern wäre und er nicht immer einen Dienstleister beauftragen müsste, um nur ein paar Absätze zu veröffentlichen.

Also installiert man WordPress in einem Unterordner auf dem Webspace, baut ein passendes Theme und zeigt dem Kunden kurz, wie er sich anmelden und einen neuen Beitrag schreiben kann.

Kaum ein paar Monate später möchte der dann schon seine zweite Meldung eingeben und meldet sich ganz verzweifelt: Weg ist er, der Zettel mit den Zugangsdaten, die Adresse zum Anmelden findet er nicht mehr in den Explorer-Favoriten, und probiert hat er auch schon alle möglichen URLs. Ob “WordPress.php”, “login”, “admin”, überall kommt nur eine Seite mit diesem hämischen

Seite nicht gefunden. This is somewhat embarrassing, isn’t it? It seems we can’t find what you’re looking for.

Das ist verständlich. Mit der Zeit gewöhnt man sich als Dienstleister sogar an, schon vorbeugend ein paar solcher Shortcuts direkt in der .htaccess anzulegen und seinen Kunden den Stress zu ersparen.

WordPress 3.4 hilft bei Gedächtnisschwäche

Mit WordPress 3.4 kommt eine kleine Verbesserung für Leute, die den Zugang zum WordPress-Dashboard vergessen haben: Für eine Reihe von “beliebten” Rate-Versuchen leitet WordPress automatisch auf die korrekten URLs für Login und Dashboard um. Voraussetzung dafür ist, dass “schöne” Permalinks verwendet werden.

Hier ist die vollständige Liste von Pfaden, die WordPress 3.4 zur Anmeldung und zum Dashboard führen:

Ich hatte vorgeschlagen, diese Liste noch um /wordpress und /WordPress zu erweitern, aber Andrew Nacin hielt das für doch zu verwirrend und ließ sich (leider) nicht überzeugen.

14. Februar 2012, 09:54 − Abgelegt in

Kommentare

Coole Sache. Genau aus diesem Grund habe ich bisher immer einen einfachen Link mit der Bezeichnung “Login” in den Footer eingefügt (mit !is_user_logged_in). Dann braucht der Kunde auch nicht rumraten, wenn der Zettel verschwunden ist. :)

Simon · 14. Februar 2012, 16:28 · #

Ganz ehrlich? Wer sowas vergisst, der würde auch sein Kind in der Spielerbeschäftigungsabteilung im Ikea vergessen …

Maltris · 22. Februar 2012, 12:51 · #

Ich bin sicherlich nicht der typische Gelegenheits User (sondern bin täglich in x-WP-Installationen unterwegs), finde /wordpress allerdings als sehr viel naheliegender als /dashboard.

Auch wenn das Ding so heißt, kenn ich kaum jemanden, der es auch so nennt.

— Ole · 22. Februar 2012, 15:03 · #

Ich habe hier 2 Methoden:
1. Ich verwende teilweise das Plugin Userlogin, mit dem ich mich per Formular in der Sidtebar des Webs anmelden kann.
2. Ich verwende die Favouriten im IE, da ist der Link zum Dashboard gespeichert.

Rudolf Fiedler

Rudolf Fiedler · 26. Juni 2012, 12:13 · #

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