WordPress 2.5 ist nicht am 10. März erschienen, entgegen dem Release-Fahrplan. Enttäuschte Blogger entladen ihren Frust darüber in Kommentaren allerorten, meinen, dass ihre Planungen wegen der Verschiebung um eine Woche leiden, und fordern sogar eine Erklärung der Programmierer für den Grund der Verspätung.

Das ist natürlich blanker Unsinn.

Die durchschnittliche WordPress-Anwenderin hat für die null Dollar, die sie für ihr WordPress bezahlt hat, genau ein Anrecht: Nichts.

Anil Dash tut brav seine Arbeit

Anil Dash, der bei Six Apart als Evangelist das Marketing für Movable Type verantwortet, nützt die gute Gelegenheit, verlorene Kunden wieder zurück zu gewinnnen und Boden gegenüber dem dominierenden Mitbewerber gut zu machen: Die erste Welle an WordPress-Konvertiten hat schließlich Six Apart damals selbst ausgelöst, als beim Erscheinen von MT 3 aus dem ehemals kostenlosen Produkt ein lizenzgebührenpflichtige Software wurde – ein Popularitätsschub für das noch junge WordPress war die Folge.

Sein Beitrag zeigt hauptsächlich die Vorteile, die MT gegenüber WordPress für Geeks hat, und adressiert damit technische Feinspitze, die ohnehin nicht die Hauptzielgruppe von WordPress ausmachen.

Matt ist schwer getroffen

“six apart is getting desparate, and dirty” --photomatt

Matt “Automattic” Mullenweg reagiert trotzdem indigniert. Zuerst via Twitter, und später dann direkt im den Kommentaren zu Anil Dashs Beitrag.

Aber:

Anstatt auf die Argumente von Anil Dash einzugehen, meckert Matt an den Validierungsfehlern der Six Apart-Website herum:

Your home page, for example, contains 10 validation errors […] The standard is called XHTML, it’s 8 years old.

Schwerer Fehler: Unter Webentwicklern ist ein Herumreiten auf HTML-Validierungsfehlern der absolute Gipfel der Uncoolness.

13. März 2008, 06:57 − Abgelegt in

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